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Fütterungscontrolling

Was frisst die Kuh tatsächlich?

Sicher wünschst du dir auch, dass deine Kühe gesund und leistungsfähig sind. Dir ist klar, dass du dafür eine optimale Haltungsumgebung benötigst. Aber du weißt auch, dass neben dem angebotenen Kuhkomfort, die Fütterung eine entscheidende Schlüsselfunktion übernimmt.

Die Voraussetzung für gesunde und leistungsstarke Kühe ist neben guter Futterqualität vor allem eine hohe Futteraufnahme. Auf den meisten Betrieben wird die Futteraufnahme leider kaum kontrolliert. Obwohl sie dem Betrieb viele Leistungsreserven bietet …

Eine gesunde Kuh soll am Tag in Abhängigkeit vom Laktationsstadium, Milchleistung und der Lakationsnummer zwischen 21 und 25 kg Trockenmasse (TM) fressen. Oft gibt es zwar Grundfutteranalysen und Rationsberechnungen mit den gewünschten Trockenmasseaufnahmen auf den Betrieben, jedoch wird selten überprüft, wie viel Trockenmasse die Kühe am Tag tatsächlich fressen. Die Herde oder Einzelkühe können sogar krank werden, wenn die Futteraufnahme unter den Mindestmengen liegt. Das habe ich den letzten Jahren leider sehr oft erfahren müssen.

 

Messung der Trockenmasse

Für die Überprüfung der Futteraufnahme ist es notwendig, die täglich gefütterten Mengen und die Futterrestmengen aufzuschreiben. Hierfür reicht eine einfache Tabelle, in die die Menge und die aktuellen Tierzahlen eingetragen werden. Somit lassen sich Fütterungsfehler erkennen und man hat die gefressene Futterfrischmenge. Für die Bestimmung der tatsächlichen Futteraufnahme werden zudem die Trockenmassegehalte der gefütterten Ration benötigt. Dafür werden Proben vom Futtertisch gezogen (über die ganze Länge des Futtertisches – nach Futterfrischvorlage). Und/oder Proben aus den einzelnen Silostöcken. Das ist besonders bei Witterungseinflüssen oder unterschiedlichen Grasqualitäten im Silostock wichtig. Die Futteraufnahme verringert sich deutlich durch Regen im Silostock. Sofern die veränderten Trockenmassegehalte bei der Fütterung nicht berücksichtigt werden. Sicherlich hast du auch nach Niederschlag schon häufig festgestellt, dass du deutlich mehr Futter vorlegen musst, damit deine Kühe satt werden.

Die Futterproben kannst du vor Ort trocknen. Das geht am einfachsten mit einem Dörrautomat oder einer Heißluftfriteuse (Anschaffungspreise ca. 40 € – 80 €). Dafür wird die Probe vorher gewogen und anschließend getrocknet. Nach dem Trocknen wird die Probe erneut abgewogen. Anschließend lässt sich anhand der Ein- und Rückwaage die Trockenmasse errechnen.

Meiner Erfahrung nach, sollten Betriebe die Trockenmassegehalte mindestens einmal wöchentlich bestimmen. Um so die gefütterten Frischmengen an Schwankungen im Trockenmassegehalt im Grobfutter anzupassen. Das Ergebnis kann anschließend mit der berechneten Ration verglichen werden. Abweichungen können so festgestellt und es kann besser darauf reagiert werden. Achte dabei auf alle Punkte, die die Trockenmasseaufnahme deiner Kühe negativ beeinflussen können.

Wenn du herausfinden möchtest, was du alles durch die Messung der Trockenmasse erreichen kannst, dein eigener Fütterungsexperte werden willst und mehr zum Thema Fütterungscontrolling und Rationsgestaltung lernen möchtest, dann bewirb dich für ein kostenloses und individuelles Strategiegespräch.

Ich wünsche dir viel Erfolg und gesunde Kühe!

Deine Denise