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Ochs vorm Berg - Grundvoraussetzungen in der Fütterung

In dieser dreiteiligen Artikelreihe zum Thema Fütterung geht es um Impulse für die Vor-Ort-Beratung auf Milchviehbetrieben. Ziel ist es sich beim nächsten Betriebsbesuch nicht wie der „Ochs vorm Berg zu fühlen“, sobald Fütterungsthemen im Gespräch aufkommen, sondern, dass man mit geradem Rücken stehenbleiben kann und man nicht bei jeder Fütterungsfrage ins Schleudern gerät. Dabei geht es nicht um vollständiges Fütterungswissen, denn dieses würde ganze Bücherreihen füllen, sondern um mehr Selbstsicherheit in der Beratung zu Fütterungsthemen. Dabei gilt es zu beachten, jeder Betrieb hat aufgrund der betriebsindividuellen Begebenheiten andere Voraussetzungen, weshalb man in der Regel mit Standardlösungen – zumindest in der Kommunikation – oft nicht weiterkommt.

Mein Ziel ist es Fütterung einfach und lösungsorientiert zu denken.
Damit dies gelingt, gibt es zwei wichtige Grundvoraussetzungen:

1. Als Berater darf man nie versuchen auf alle Fragen eine Antwort zu haben!
2. Kühe haben immer Recht!

Wenn man sich an diese beiden Sätze hält, ist die halbe Miete schon gewonnen. Was meine ich damit? In der Praxis bin ich schon auf viele Berater und Tierärzte getroffen, die – obwohl sie es nicht wussten – dem Landwirt eine Antwort gegeben haben. Das kann zu falschen Ergebnissen oder Misserfolgen auf einem Betrieb führen, wenn z.B. beim Mineralfutter übersehen wird, dass es saure Salze enthält und es dann den melkenden Kühen gefüttert wird oder die Kraftfutterkurve als richtig eingestellt bestätigt wird, ohne Kenntnis der Futtertischration. Führen die unwissentlich gegebenen Antworten zu Misserfolgen auf dem Betrieb, kann dies dazu führen, dass der Betriebsleiter das Vertrauen in seinen Tierarzt verliert und er ihm beim nächsten Mal – auch wenn er dann Recht hat – weniger glauben wird bzw. die Umsetzungsrate vorgeschlagener Maßnahmen gegen Null geht.

Die zweite wichtige Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Arbeit mit Kühen ist, dass Kühe immer Recht haben. Häufig habe ich in der Praxis gesehen, wie sich auf Rationsberechnungen, auf Analysen und ähnliche Informationsquellen verlassen wurde und den Kühen dabei nicht die notwendige Aufmerksamkeit zukam. Kühe sprechen über viele Kanäle mit ihren Besitzern und mit ihren betreuenden Tierärzten. Es ist möglich, dass die Rationsberechnung auf dem Papier aussieht, wie die Note 1 mit Sternchen und die Kühe trotzdem in einer Acidose feststecken, die nicht anhand der Milchinhaltsstoffe erkannt werden kann, weil die Milchmenge niedrig liegt und die Inhaltsstoffe (Fett%!) hoch liegen. Zudem ist der Kot eher fest, weil der Maissilageanteil bei elf kg Trockenmasse pro Kuh und Tag liegt. Leicht kann man hier auf die falsche Spur geraten.

Hinterfragt man jetzt aber in diesem Praxisbeispiel, wie hoch die Trockenmasse pro Kuh und Tag liegt, schaut man sich die Wiederkauaktivität und die Kotauswaschreste an, lässt sich eine Acidose möglicherweise doch bestätigen, weil die Kühe aufgrund hoher Futterselektionsmöglichkeiten und geringen Trockenmasseaufnahmen immer weiter in eine latente Pansenacidose reinrutschen.

Aus diesem Bereich gibt es unzählige Fallbeispiele, die diesen Artikel im Umfang deutlich sprengen würden. Fakt ist, die Kühe erzählen einem den ganzen Tag etwas. Sie liefern viele Informationen, die sich mit einem guten Controlling wie ein Puzzle zusammen setzen lassen. So sind weniger Fehlinterpretationen möglich. Wenn man sich mit der Auswertung nach und nach vertraut macht, versteht man die Sprache der Kühe immer besser und lässt sich nicht mehr so schnell auf das Glatteis führen, sondern stellt noch zwei, drei oder auch sechs weitere Fragen, um der tatsächlichen Ursache, die die Probleme in der Herde verursacht, auf die Schliche zu kommen. Nur wer Fragen stellt, findet Lösungen und verringert die Gefahr Dinge zu übersehen. Das ist ein wichtiger Lernprozess, der gerade am Beginn der beruflichen Karriere manchmal schwerfällt, aber sehr wichtig ist.

In den folgenden Absätzen möchte ich gerne auf einiger dieser Kuh-Vokabeln näher eingehen.

Bestimmung der Trockenmasseaufnahme mind. einmal pro Woche. Dies führt allein durch Sensibilisierung der Betriebsleitung zu 500-1.000 Mkg/Kuh/Jahr.

Milchinhaltsstoffe am Tank

Die Milchgüteverordnung schreibt vor, dass im Monat mindestens viermal die Tankmilch beprobt werden muss. Viele Molkereien sind in den letzten Jahren dazu übergegangen, die Inhaltsstoffe bei jeder Abholung zu untersuchen. Über die Milchgeldabrechnung werden diese Untersuchungen abgerechnet. Die Milchinhaltsstoffe werden für die Berechnung der Zu- und Abschläge beim monatlichen Milchgeld herangezogen. Der Landwirt selbst kann die Daten dafür nutzen, um seine Fütterung zu überprüfen.

Für eine Einschätzung der Fütterung sind die Milchgütedaten vor allem im Verlauf interessant, dabei gibt es recht große Unterschiede von Betrieb zu Betrieb, weil die Milchinhaltsstoffe durch die Fütterung und äußere Rahmenbedingungen stark beeinflusst werden. Es wäre aus meiner Sicht für einen Tierarzt oder Berater unseriös, sich die Daten einer Milchabholung zeigen zu lassen und anhand dieser dann eine abschließende Aussage zur aktuellen Fütterung zu treffen. Nein, viel mehr kann es nur die Grundlage für einen anschließenden Fragenkatalog sein. Mögliche Beispielfragen wären:
Wie sahen die Milchinhaltsstoffe in den letzten sechs Wochen aus (zeigen lassen!)? Was hat sich an der Ration geändert? Ist die Milchmenge gestiegen oder gesunken? Wo liegt die aktuelle Trockenmasseaufnahme? Hat sich am Silostock etwas verändert, beispielsweise der TS-Gehalt oder die Zusammensetzung? Sortieren die Kühe das Futter am Futtertisch stärker als bisher? Hat sich die Kotkonsistenz verändert? Gab es Probleme mit der Futterstabilität? Es gibt noch viele Fragen, die man an dieser Stelle fragen könnte.

Das bedeutet: Milchinhaltsstoffe sind – wie die meisten Datensätze – nur ein kleines Puzzleteil. Ohne weitere Informationen sind keine seriösen Aussagen möglich. Bei der Beratung muss berücksichtigt werden, dass die Milchinhaltsstoffe starken jahreszeitlichen Schwankungen unterliegen (im September steigen sie an, ab Februar/März sinken sie wieder). Zudem muss der Berater auch die Milchmenge im Blick haben. Die Produktion von Fett% und Eiweiß% kostet die Kuh sehr viel Energie. Eine Herde mit 35 Mkg Herdenschnitt wird deshalb immer andere Milchinhaltsstoffe im Jahresschnitt haben als eine Herde mit 25 Mkg. Bei Herden mit 25 Mkg passen häufig die Futteraufnahmen in der Herde nicht. Das kann viele Ursachen haben (u.a. Grundfutterqualität, Rationsgestaltung). Fakt ist aber auch, dass hier aufgrund hoher Inhaltsstoffe viele Herausforderungen schneller übersehen werden können, weil die Herde auf dem Papier keine erhöhte Ketose- oder Acidosegefahr aufweist, es aber trotzdem Probleme in diese Richtung geben kann.

Zielwerte zu den Milchinhaltsstoffen aus der Literatur sind aus meiner Sicht in der Praxis häufig nicht anwendbar, weil die Milchleistungen in den letzten Jahren stark angestiegen sind und sich auch die Fütterungskonzepte verändert haben. Der Klassiker: Fettgehalt liegt niedrig (<4 %), deshalb haben deine Kühe Acidose, ist aus meiner Sicht nur im mittleren Milchleistungsniveau anwendbar und auch nur in der kühlen Jahreszeit. Deshalb ist es mir wichtig, dass die Milchinhaltsstoffe immer im Kontext zum Betrieb, zur Ration, zur Trockenmasseaufnahme (TMA) und zu dem was die Kühe einem sonst noch erzählen gesehen werden.

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Das Puzzle Fütterungsberatung

Auch die Harnstoffwerte in der Tankmilch sind stark von der Fütterung und dem Leistungsniveau beeinflusst und lassen deshalb ebenfalls kaum pauschale Aussagen zu. Liegt der Harnstoffwert bei 145 ppm und geben die Kühe 34 Mkg oder liegen sie bei 26 Mkg und ziehen in der Milchmenge direkt an, wenn die Eiweißkomponente in der Ration leicht angehoben wird? Allein der Harnstoffwert gibt kaum Aussagen, weil er stark von der Rationsgestaltung abhängt. Zwei Feedhacks gibt es zu dem Thema allerdings: Aus tiergesundheitlicher Sicht sollte der Harnstoffwert nicht über 230 ppm liegen und er sollte nicht mehr als 20 ppm schwanken (bei Monatsbetrachtung), weil größere Schwankungen ein Hinweis auf Probleme mit der Mischgenauigkeit bzw. auf hohe Futterselektionsmöglichkeiten sind. Gibt es innerhalb eines Monats einen Harnstoffwert von 180 ppm und einen von 220 ppm sollte der Tierarzt immer erfragen, wie es zu diesen starken Schwankungen gekommen ist. Dies führt nicht nur zu neuen Lösungsansätzen im Gespräch für etwaige Probleme, sondern sensibilisiert den Landwirt automatisch dafür, genauer hinzuschauen. Davon profitieren Milchviehherden am meisten.

Gamechanger Trockenmasseaufnahme (TMA)

Nur wenn ein Betrieb die TMA seiner Herde kennt, kann er die Herde in puncto Tiergesundheit weiterentwickeln. Deshalb ist die Frage nach der Trockenmasseaufnahme die erste Frage bei der Vor-Ort-Beratung, bevor man sich auf das Gespräch überhaupt einlässt. In Deutschland wird seit vielen Jahren propagiert, dass eine TMA von 21kg pro Kuh und Tag völlig ausreichend ist. Viele Berater halten an dieser Zahl fest. Ebenso gilt aber auch das Credo zu hinterfragen, dass Trockensteher zwölf kg TMA benötigen und vor der Kalbung weniger fressen, weil sie sich nicht wohl fühlen. Auch diese Ansicht ist leider noch häufig Konsens.

Diese Glaubenssätze führen dazu, dass viele Betriebe um ihre wirtschaftliche Existenz bangen müssen. Deutschland ist sowohl in den Futterkosten als auch in den übrigen Produktionskosten ein teurer Standort für die Milchproduktion. Wiederkäuer machen aus Gras Milch. Aufgrund der hohen Kraftfutterkosten ist es wichtig, dass die Kühe so viel Milch wie möglich aus Grundfutter produzieren. Dazu zählen neben Grassilagen, Maissilage, Stroh und Heu. Nur wenn die Kühe viel Grundfutter fressen, lässt sich Kraftfutter anteilig einsparen und der Betrieb steht wirtschaftlich besser da. Zudem verbessern hohe Grundfutteraufnahmen in fast jeder Herde die Tiergesundheit.

In der Praxis ist es auch bei dem „Puzzleteil“ TMA wichtig, sich nicht auf das Glatteis führen zu lassen. Viele Landwirte antworten mit der errechneten TMA aus der letzten Rationsberechnung und haben tatsächlich noch nie die Trockenmassegehalte der Ration vor Ort überprüft. Ohne stetige Überprüfung (mindestens einmal pro Woche) geht es nicht. Hier gibt es keine Kompromisse, wenn der Betrieb in zehn Jahren noch Milch am Standort Deutschland ermelken möchte und kein Bauland in der Fruchtfolge hat.

Wenn der Landwirt erzählt, dass er neulich gemessen hat und die TMA seiner Kühe derzeit bei 25 kg Trockenmasse pro Kuh und Tag liegt, unbedingt die Puzzleteile zusammenfügen. Liegt die Milchmenge bei über 36 kg Milch im Herdenschnitt, haben die Kühe eine gute Kondition, sind sie fit und lahmfrei?

Kühe, die nur 29 Liter Milch produzieren, fressen keine 25 kg Trockenmasse. Deshalb empfehle ich am besten selbst eine TS-Bestimmung durchführen (Labor oder Praxis) und die Plausibilität der Daten überprüfen. Das gilt für alle Dasätze, die man selbst nicht erfasst. Ich habe schon viele Betriebe kennengelernt, die mit 25 kg TMA an den Start gegangen sind und nach Datenplausibilitätsprüfung nur noch bei 22.5 kg TMA lagen, was auch deutlich besser zu den übrigen Herausforderungen in der Herde passte.

Bei den Trockenstehern ist es ähnlich. Es gibt Konzepte, die hohe Trockenmasseaufnahmen von über 13 kg bei den Frühtrockenstehern und von über 15 kg Trockenmasseaufnahme bei den Vorbereitern zulassen. Die Erfahrung zeigt sehr deutlich, dass sich damit gesunde und belastbare Frischmelker erreichen lassen, die hohe Einsatzleitungen ermelken können.

Dafür müssen die Rationen bedarfsgerecht sein und die Daten auch via TMR-Analysen, Kalbeverlaufdokumentationen verifiziert werden. Wichtig ist es an diesem Punkt, die Landwirte dafür zu sensibilisieren, ihre Rationen mit dem Futterberater ggf. nochmal anzupassen, damit die Kalbeverläufe nicht streuen und die Einsatzleistung auf dem Zielniveau liegt.

Neben den beiden Startpuzzleteilen Milchinhaltsstoffe und TMA gibt es natürlich noch sehr viele weitere. Drei Puzzleteile möchte ich im Folgenden noch kurz ansprechen: Kotkonsistenz, BCS-Verlauf, täglicher Kraftfutter-Verbrauch (KF).

Puzzleteil Kotkonsistenz

Neben der TMA reagiert die Kotkonsistenz am schnellsten auf Veränderungen in der Fütterung. Auch hier ist es – ähnlich wie bei den Milchinhaltsstoffen – nicht so, dass man pauschal sagen kann, der Kot der Herde muss so oder so aussehen. Man kann aber beim Kotauswaschen schon feststellen, ob die Kotauswaschreste durch die aktuelle Futterumstellung zugenommen haben. Das setzt voraus, dass der Verlauf bekannt ist. Vergleiche von Betrieb zu Betrieb machen bei unauffälligen Herden wenig Sinn, weil die Rationen aufgrund ganz unterschiedlicher Grundfuttermittel (große Unterschiede in den Grassilagequalitäten und -mengen) nicht wirklich vergleichbar sind. Auch das TMA-Level nimmt großen Einfluss auf die Auswaschreste. Wichtig ist es deshalb die Entwicklung von Woche zu Woche innerhalb eines Betriebes abzubilden und wachsam zu sein, wenn der Kot bei den wöchentlichen Trächtigkeitsuntersuchungen plötzlich deutlich mehr Faserrückstände enthält oder auf den Spalten deutlich dünner ausfällt als in der Woche zuvor.

Bei konstanter Fütterung können gute Betriebe Veränderungen in der Kotkonsistenz innerhalb ihrer Herde bereits bei 100g (Trockenmasse) Futterumstellung in der Ration in den beiden Tagen danach feststellen. Es gibt kaum einen anderen Parameter, der so schnell reagiert und ohne Technik erfassbar ist.

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Veränderungen am Silostock können viele Folgen haben. Deshalb: Bei Problemen mit der Kotkonsistenz auch daran denken!

Puzzleteil BCS-Verlauf

Der BCS-Verlauf (alternativ Rückenfettdickemessungen) reagiert dahingegen sehr langsam und macht nur Sinn, um mittelfristig etwas in der Herde zu verändern. Zum Beispiel, weil bei der BCS-Bonitur auffällt, dass die Kühe im Trockenstand zunehmen oder in den ersten 60 Melktagen sehr stark abmelken und dabei mehr als 0.25 Punkte verlieren. Dann sollten die Rationen unbedingt in Absprache mit dem Futterberater angepasst werden. Hier ebenfalls beachten, dass es mindestens vier Rationen gibt (gerechnet, gemischt, gefressen, verdaut) und allein die Rationsberechnung selten ein Gamechanger in der Fütterung ist.

Puzzleteil Kraftfuttereinsatz

Neben den oben genannten Parametern kann es für einen Tierarzt auch interessant sein, sich intensiver mit der Höhe des Kraftfutteranteils in der Ration zu beschäftigen. Wenn er zum Beispiel immer wieder sehr unverdauten Kot vorfindet und/oder viele Kühe mit klinischen Acidosen vorgestellt werden. Leider gibt es keine pauschale Kraftfuttermenge, von der man behaupten könnte, sie funktioniert oder sie funktioniert auch wiederum nicht. Kühen mit geringer Futteraufnahme fehlt Energie, aber gerade diese Tiere vertragen aufgrund einer instabilen Fasermatte im Pansen am wenigsten Kraftfutter. In solchen Fällen gerät der Landwirt schnell in einen Teufelskreislauf. Energie fehlt, Zysten an den Eierstöcken treten auf, die Kraftfuttermenge wird erhöht, obwohl die meisten Kühe bereits „Bauchweh“ (subklinische Pansenacidose) haben, sie fressen noch weniger und die Energiedichte verringert sich ein weiteres Stück.

Deshalb gilt besonders in solchen Situation das Credo, immer alle Puzzleteile zusammenzuhalten und sich nicht von regionalen Glaubenssätzen a la „die Nachbarn füttern nur 220 g Kraftfutter pro Mkg“ oder sie füttern 360 g verunsichern lassen, sondern darauf achten, was die Kühe dazu sagen, denn: Die Kühe haben immer Recht!

Fazit

Das Selbstbewusstsein bei der Vor-Ort-Beratung kann nur größer werden, wenn man beginnt, möglichst viele Frage zu stellen und feedback einzuholen. So baut man sich ein solides Erfahrungswissen auf. Gerade bei wenig Erfahrung im Fütterungsbereich, ist es sinnvoll, dem Landwirt zu sagen, bis wann man sich zurückmeldet und die Daten in der Praxis mit einem erfahreneren Kollegen auswertet. So beugt man einem möglichen Vertrauensverlust vor.

Nur anhand konkreter Datensätzen lässt sich praxistaugliches Fütterungswissen als Erfahrungswissen aufbauen. Google und Fachliteratur können dabei nur einen groben Rahmen bieten. Deshalb ist man auf regelmäßige Feedbackschleifen durch den Betrieb angewiesen a la: „Mensch, letzte Woche hattest du doch das und das geändert, wie läuft es seitdem? Hat sich die die TMA verändert, was machen die Milchinhaltsstoffe, fiel dir beim Kot der Kühe etwas auf?“

Mögliche Beispielfragen bei Gesprächen zur Fütterung:

Wo lagen die Milchinhaltsstoffe in den letzten sechs Wochen?

Wie stark schwanken die Milchinhaltsstoffe?

Wo liegt die Trockenmasseaufnahme?

Hat sich an der Fütterung in den letzten 10 Tagen etwas verändert?

Wie ist die Kotkonsistenz der Herde in den letzten Tagen gewesen?

Gab es besondere Ereignisse (Klauenpflege)?

Schwankte die Milchmenge?

Gibt es eine aktuelle Rationsberechnung?

Viel Erfolg beim nächsten Besuch und gesunde Kühe!

Deine Denise

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